Wer einmal im Deutsche Bank Park stand, wenn die Nordwestkurve hochgeht, der weiß: Das ist nicht einfach Fußball. Das ist Frankfurt. Die SGE ist kein Klub, dem man zufällig zufällt. Man wächst rein, oder man wird hineingezogen von einer Nacht wie Sevilla. Was einen echten Eintracht-Fan ausmacht und warum das mehr ist als ein Trikot, erklären wir in diesem Artikel.
Es war der 18. Mai 2022 im Estadio Ramón Sánchez-Pizjuán. Nach 120 Minuten stand es 1:1 gegen die Glasgow Rangers, dann trafen alle fünf SGE-Schützen im Elfmeterschießen und die Eintracht wurde mit 5:4 zum Europa-League-Sieger. Und draußen vor dem Stadion und überall in der Stadt standen rund 100.000 Menschen in Schwarz und Rot und ließen ihrer Freude freien Lauf.
Diese Zahl ist keine Marketingaussage. Sie ist Teil der Vereinsmythologie geworden, weil sie tatsächlich passiert ist. Kein anderer Klub hätte das in dieser Saison so organisiert, so gespürt und so gewollt. Sevilla war kein Ausflug, sondern einer der größten Höhepunkte im Fan-Leben zahlreicher Anhänger der Eintracht.
Wer dabei war, redet anders über die Eintracht als alle anderen. Nicht arrogant, aber mit einer ruhigen Gewissheit, die sich nicht erklären lässt. Und wer nicht dabei war und trotzdem versteht, warum es geht, der ist näher dran als gedacht. Alle offiziellen Daten zum Finale gibt es auf UEFA.com.
Deutsche Bank Park fasst 58.000 Zuschauer und wenn er ausverkauft ist, hört man es im ganzen Stadtwald. Die Nordwestkurve ist der Kern davon. Hier stehen die organisierten Fans der SGE, darunter die Eagles Frankfurt als eine der bekanntesten aktiven Gruppen.
Wer einmal aus dem Innenraum auf die Nordwestkurve geblickt hat, versteht, warum auswärtige Trainer ihren Spielern sagen, sie sollen den Lärm ignorieren. Das gelingt selten. Die Eintracht hat eine dokumentierte Reputation für Auswärtssupport, der in der Bundesliga seinesgleichen sucht. Sevilla war dabei mit Sicherheit keine Ausnahme. Auch bei den wöchentlichen Ligaspielen in der deutschen Bundesliga ist die Anhängerschaft von Eintracht Frankfurt immer ganz vorne dabei.
Die Vereinsfarben Schwarz und Rot trägt die SGE seit Jahrzehnten. Der Adler als Wappentier ist nicht nur ein Logo; er ist Haltung. Auf Schals, Trikots und Unterarmen tätowiert. Wer den Adler trägt, signalisiert etwas über seine Zugehörigkeit zu Frankfurt als Stadt und nicht nur zum Klub.
Eintracht Frankfurt ist kein Konstrukt. Kein Investorenprojekt, das vor zwanzig Jahren aus dem Boden gestampft wurde. Die SGE ist verwurzelt in einer Stadt, die sich selbst immer etwas schwer damit getan hat, sich vereinnahmen zu lassen. Wer einmal die Szene in Frankfurt erlebt hat, wird dieses ganz besondere Gefühl mit Sicherheit nicht mehr missen wollen.
Eine Dauerkarte bei Eintracht Frankfurt bekommt man nicht einfach. Die Warteliste ist lang und wer einen Platz hat, gibt ihn nicht freiwillig her. Das ist kein Luxusproblem, das ist ein Zeichen für eine Fankultur, die auf echte Anwesenheit besteht.
Der Matchday eines Dauerkarten-Inhabers beginnt nicht beim Anstoß. Er beginnt in Sachsenhausen, in einer der Kneipen rund um den Hauptbahnhof oder direkt am Stadion. Das Ritual gehört dazu und wer es kennt, würde es nicht tauschen.
Für einen Teil der Fans gehört eine Wette zum Matchday dazu. Ein Heimsieg der Eintracht, ein Torschütze, das nächste Auswärtsresultat. Das schärft die Aufmerksamkeit auf Details, die man sonst vielleicht übersähe.
In Deutschland läuft die Sportwettenregulierung über das GGL-System mit der Sperrdatei OASIS. Wer eine Alternative sucht, die außerhalb dieses Systems operiert, findet beim Vergleich der Sportwetten ohne OASIS eine strukturierte Übersicht entsprechender Anbieter. Generell ist es stets besonders wichtig, sich im Vorfeld genau zu informieren und die passende Wettplattform zielgerichtet herauszufiltern.
Nathaniel Brown steht vor dem Abgang. Der 22-jährige Linksverteidiger soll laut übereinstimmenden Berichten von Bild, kicker und Sky kurz vor einem Wechsel zum FC Bayern stehen. Die Ablöse soll bei knapp unter 65 Millionen Euro liegen, die genaue Verteilung zwischen fester Ablöse und Boni ist noch offen. Frankfurt hält die Karten, Brown hat sich mit Bayern geeinigt und sagt öffentlich nur: "Ich konzentriere mich auf die WM."
Das ist das Eintracht-Prinzip. Für 3 Millionen aus Nürnberg gekauft, zwei Jahre geformt, für das 20-Fache verkauft. Sportvorstand Markus Krösche hat das mit Ekitiké gemacht, mit anderen davor. Der Schmerz des Abgangs und der Stolz auf die Entwicklung sind bei der Eintracht immer gleichzeitig da. Alle aktuellen Entwicklungen dazu laufen auf eintrachtfrankfurtnews.de zusammen. Wer immer nah am Verein sein will, bekommt stets aktuelle Infos. Ein echter Fan verpasst eben keine wichtige und frische Meldung aus seinem Verein.
Ein echter SGE-Fan weiß, warum Sevilla zählt und kann mindestens drei Spieler aus dem Nachwuchs beim Namen nennen. Außerdem hat er mindestens eine Auswärtsfahrt hinter sich, bei der der Gegner egal war und die Reisezeit keine Rolle spielte.
Eintracht Frankfurt zu leben bedeutet nicht, Trophäen zu sammeln. Es bedeutet, hinzufahren. Nach Sevilla, nach Augsburg an einem Dienstag, in die nächste Saison. Egal, wo sie endet. Die Frankfurter Fan-Szene hat sich zudem bereits seit vielen Jahren als eine der stärksten Gemeinschaften in der deutschen Bundesliga etabliert. Verein und Mannschaft können somit auch in der neuen Saison stets mit der vollen Unterstützung ihrer Fans rechnen.
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